Hexenwerk, Storytime

Die Regeln des „Hexe-Seins“

Ja, meine Lieben, ihr habt richtig gelesen – und ich rate euch an, diese Regeln zu befolgen, denn sonst seid ihr keine richtigen Hexen..

Quatsch!

Ich habe lange nicht mehr über die Widrigkeiten die sich uns Hexen im Alltag und in der Gesellschaft entgegen stellen können gesprochen – was ja gut ist, denn bedeutet dies, dass lange nichts mehr vorgefallen ist. Zumindest nichts, was erwähnenswert gewesen wäre. Ja… was soll ich sagen, diese Ruhe vor anmaßenden und unpassenden Bemerkungen wurde durchbrochen. Jüngst hat sich etwas zugetragen, worüber ich gerne mit euch sprechen möchte. Ich bin überrascht und schockiert zugleich, denn ich kam mit Anfeindungen einer Gleichgesinnten in Berührung…

Die Anmaßungen reichten von „So wie du bist, ist keine Hexe und auch sonst nichts.“ bishin über „Ich kenne dich nicht und ich will dich auch nicht kennen, weil ich dich nicht ausstehen kann und du eine Beleidigung für mich und meine Hexen-Schwestern bist.“ zu „Ich hab eine gute Menschenkenntnis und ich weiß, dass du absolut falsch bist.“ reichten. Achso, und die Art der „Darstellung“ des Handwerks ist auch total verkehrt. Generell sind das nur ein paar wenige Beispiele, es wurde noch mehr gesagt, aber ich möchte mich für diesen Moment auf das Wesentliche konzentrieren.

Tatsächlich bin ich nicht erbost über sowas und finde solche Aussagen ein Stück weit sogar eher belustigend, besonders wenn jemand einräumt eine Person nicht zu kennen und sich dann aber ein Urteil erlaubt *Daumen hoch*

Trotz das mich die Sache persönlich nicht wirklich juckt, möchte ich aber trotzdem gerne darüber sprechen. Warum? Ganz einfach, ich denke an die Hexen unter uns, die gerade erst am Anfang ihres Weges stehen und vielleicht auf der Suche nach Gleichgesinnten sind, mit denen sie sich austauschen können und eben an solche Hexen geraten könnten. Ich stelle mir vor wie diese Hexe vielleicht schon gewisse Vorkenntnisse haben könnten und sich aus ihrem Gefühl und ihrer Intuition heraus schon an Ritualen oder was auch immer versucht haben und diese bisherigen Erfahrungen dann mit der erwählten Gleichgesinnten teilen. Und stellt euch vor dann kommen Aussagen wie: „Du machst das alles falsch.“, „Du musst das so und so machen.“ und dann den Hexen am besten auch noch das Gefühl vermitteln sie seien in ihrer Person, in ihrem Sein falsch, nur weil sie es nicht so machen, wie es jemand anders für richtig erachtet.

Dazu erstmal vorab: MÜSSEN müsst ihr gar nichts! Das ist Unsinn! Solltet ihr Einsteiger sein und ihr geratet in so eine Situation, hört nicht darauf. Natürlich gibt es gewisse Leitsätze die man beachten sollte und bei manchen Dingen ist auch Obacht geboten, aber(!) vom Grundsatz her, gibt es kein Richtig und kein Falsch. Ich beziehe mich da gerne auf Hexe Claire oder andere namenhafte Hexen, die über das Handwerk usw. auch schon Bücher veröffentlicht haben.

In erster Linie ist unser Handwerk eine Gefühls- und Intuitionssache und jeder muss da für sich seinen eigenen „Stil“ finden, mit dem man am besten zurecht kommt und was sich für einen richtig anfühlt. Die Freiheit haben wir, weil wir keiner dogmatischen Religion unterworfen sind. Punkt.

Und wenn ihr Dinge tut, die für euch persönlich sind und vielleicht auch zu persönlich, so dass ihr das nicht online teilen wollt, dann ist das auch vollkommen in Ordnung! Ihr müsst nicht alles was ihr macht teilen, nur um in den Augen von Anderen zu „beweisen“, dass ihr „echt“ seid.

Natürlich kann man sich darüber austauschen, wie andere dies oder jenes handhaben und sich davon inspirieren lassen oder man versucht es so, wie es andere tun, aber deswegen ist alles zuvor nicht falsch gewesen – und schon gar nicht ist man deswegen eine „falsche Hexe“. Das Hexentum ist eine ewige Reise und ein ewiges Lernen, da gehört es dazu sich auszuprobieren, sich neu zu erfinden usw. Wenn ihr so fühlt und danach lebt, dann seid ihr es und dann ist es so. Punkt. Das macht euch keinesfalls unauthentisch.

Hexen die das alles so ernst und streng sehen und meinen Regeln aufstellen zu müssen und darüber zu entscheiden was richtig und falsch ist, gehen in meinen Augen mehr an der Sache vorbei, als jene die sich ausprobieren.

Ihr Lieben, überdenkt bitte eure Grundsätze und lasst euch nicht verunsichern.

Bleibt auf euren Wegen und lasst euch niemals davon abbringen, ihr findet wenn schon selbst eure Richtung auch wenn sich diese bei eurer Reise au h mal ändert – das ist vollkommen normal.

An dieser Stelle würde ich gerne wissen, ob jemand von euch schon solche Erfahrungen in den eigenen Kreisen machen musste und wie ihr damit umgegangen seid?! Gerne könnt ihr mir privat schreiben oder hinterlasst mir einen Kommentar mit euren Erfahrungen.

Ich wünsche euch allen auf jeden Fall stets gutes Gelingen und all die guten Segen, bis bald,

eure

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