…oder auch Ouija
ist ein Utensil zur Kommunikation mit Geistwesen. In meinem heutigen Beitrag dreht sich alles um das Thema Hexenbrett, wie ich damit arbeite und welche Erfahrungen ich dabei machen durfte.

Woher das Hexenbrett stammt und wo es seinen genauen Ursprung hat, ist nicht sicher überliefert. Lediglich ist bekannt, dass das Ouija-Brett im Jahre 1891 von dem US-amerikanischen Erfinder Elijah Bond patentiert wurde. Das Wort Ouija wurde vermutlich aus dem französischen Wort „Oui“ (was „ja“ bedeutet) und dem deutschen Wort „ja“ gebildet. Weitere Bezeichnungen sind Alphabettafel, Witchboard oder Seelenschreiber.
Durch Film und Fernsehen gerät das Ouija-Brett allerdings sehr in Verruf. Es sorgt dafür, dass von vielen angenommen wird, dass das Ouija-Brett etwas „Böses“ ist. Gehen wir mal die Liste der Spielfilme durch. Ausnahmslos in Horror-/ Gruselfilmen macht das Ouija-Brett auf sich aufmerksam. Ich möchte damit jetzt nicht behaupten, dass das in den Filmen komplett an den Haaren herbeigezogen ist und die Filme kompletter Unfug sind – tatsächlich grusele ich mich sehr gerne und finde solche Filme sehr unterhaltsam und bestimmt kann man bei einer Seance mit einem Ouija-Brett auch „Böses“ in seine Mitte holen, aber(!) das liegt nicht an dem Brett – sondern daran wie man mit ihm arbeitet. Fakt ist, ein Hexen-/ Ouija-Brett ist genauso ein Hilfsmittel zur Kommunikation wie auch das Pendel.
Das soll wiederum allerdings auch nicht bedeuten, dass bei der Kommunikation mit solchen Hilfsmitteln nichts schief gehen kann bzw. das man vielleicht mit „Etwas“ kommuniziert, dass nicht sehr wohl gesonnen ist. Beim Pendeln habe ich das allerdings nie als besonders problematisch betrachtet, was wahrscheinlich daran liegt, dass ich das Hexenbrett stets als das intensivere Medium empfunden habe. Das wiederum rückschließe ich daraus, dass man sich beim Pendeln auf Ja/Nein-Fragen o.ä. beschränken muss, hingegen man beim Hexenbrett klarere Antworten durch die Formulierung von Worten erhält.
Ein weiterer Grund für mein Empfinden könnte aber auch an meiner Ersterfahrung mit derartiger Kommunikation herrühren.. in meinem Blog-Post „Simsalabim!“, wo ich euch ein bisschen darüber erzähle wie ich zum Hexentum gekommen bin, habe ich bereits schonmal angedeutet, dass bei mir bei der Durchführung von Gläserrücken mal ordentlich was schief gegangen ist – und ich denke dieser Beitrag ist eine gute Gelegenheit nunmehr näher darauf einzugehen.
Was ist „Gläserrücken“?
Für diejenigen unter euch die diesen Begriff noch nicht gehört haben, eine kurze Erläuterung dazu. Jemand aus meinem Online-Hexenzirkel nannte Gläserrücken auch liebevoll die „1-Euro-Tedi-Version vom Ouija“ – und im Prinzip ist es das auch. Gläserrücken ist quasi ein Hexenbrett zum selber basteln. Ihr braucht dafür einen Stift, Papier und ein Trinkglas. Ich habe es immer so gemacht, dass ich das Blatt Papier in kleine Zettel gezupft und auf diese dann die einzelnen Buchstaben des ABCs, „Ja“ und „Nein“ sowie die Zahlen von 0 bis 9 aufgeschrieben habe. Anschließend habe ich die Zettel in einem Kreis angeordnet auf den Fußboden gelegt. Das könnt ihr natürlich aber auch am Tisch machen. Sodann kommt auch schon das Trinkglas zum Einsatz. Dieses wird mit der Unterseite nach oben in die Mitte des Zettelkreises gestellt – das Glas ist so gesehen dann eure Planchette. Das Ganze funktioniert vom Prinzip her sodann wie beim Ouija. Man legt seine Finger auf das Glas, stellt seine Fragen und das Glas wandert von Buchstabe zu Buchstabe.
Meine Glaserrücken-Erfahrung
Die erste Erfahrung die ich überhaupt in diese Richtung der Kommunikation gemacht habe – und für viele Jahre auch erstmal meine letzte. Ich war 13 oder 14 Jahre alt und meine Mutter hatte mir seinerzeit davon erzählt. Sie selbst hatte damals mit ihren Geschwistern und jemanden der Gläserrücken beherrschte dieses durchgeführt. Ich fande es unglaublich interessant und wollte es daraufhin selbst ausprobieren. Also bereitete ich alles wie zuvor oben beschrieben vor und führte es aus. Ich war natürlich vollkommen aus dem Häuschen als ich auch noch feststellte, dass es funktionierte. In der darauffolgenden Zeit bin ich nur leider etwas leichtsinnig damit umgegangen, was definitiv nicht zu empfehlen ist. An dieser Stelle erzähle ich euch mal, was genau passiert ist.
Ich weiß es noch wie gestern. Eine Freundin kam zur mir mit nach Hause und ich erzählte ihr von Gläserrücken und dass das „voll cool“ wäre. Natürlich war besagte Freundin etwas skeptisch und hat mir das nicht abgekauft. Deswegen meinte ich zu ihr, dass wir das ja mal eben zusammen machen könnten. Gesagt, getan.
Ich bereitete wieder alles auf dem Fußboden vor, wies meine Freundin kurz ein und dann ging es auch schon los. Es funktionierte auch wieder. Allerdings war meine Freundin noch immer nicht ganz überzeugt und meinte, dass ich das Glas selbst bewegen würde. Ich versicherte ihr, dass dem nicht so war und machte ihr den suuuuper tollen Vorschlag unseren Kommunikationspartner zum Beweis seiner Anwesenheit um ein Zeichen zu bitten.
In Zeiten wo Spiele wie z.B. „Bloody Mary“ der Hit auf Pyjama-Partys waren und man den Nervenkitzel ja ganz toll fande, ließ sich meine Freundin auf den Vorschlag ein. Also baten wir um ein Zeichen. Aber das Glas regte sich nicht.
Wir warteten einen Moment und baten erneut um ein Zeichen. Dieses Mal drängender. Es dauerte einen kurzen Augenblick und das Glas bewegte sich zu dem Buchstabe „T“. Sofort nahmen wir die Finger vom Glas und schauten uns um. Ein Zeichen mit „T“ sollten wir bekommen. Was in meinem Zimmer begann mit dem Buchstabe „T“? Plötzlich klingelte das Telefon. Meine Freundin und ich zuckten zusammen, keine von uns wollte rangehen. Schließlich überwandt sie sich und nahm den Hörer ab. Niemand meldete sich, nichts war zu hören. Nachdem sie wieder aufgelegt hatte, sind wir auf die glorreiche Idee gekommen nochmals um ein Zeichen zu bitten. Etwas eindeutigeres. Wir drängten gerade zu darauf – und ja, ohne davon richtig Ahnung zu haben, ist das richtug dumm. Dieses Mal wanderte das Glas zum „D“. Wieder nahmen wir die Finger vom Glas. Und wieder suchten wir. Was fing mit „D“ an? Auf einmal ging mein Drucker an. Einfach so. Der Rechner war defintiv aus. Und der Drucker druckte. Er druckte eine Seite aus, die voll mit Symbolen war. Ein bisschen von Webdings, ein bisschen Wingdings und einige Symbole die ich überhaupt nicht kannte.
Ich weiß, es gibt sicherlich gruseligeres, aber wir waren ja wie gesagt gerade erst ca. 13 Jahre alt und die Begebenheit reichte uns aus, um voller Angst die ganze Aktion abzubrechen.
Wie gehe ich beim Ouija vor?!
Natürlich sollte man nicht einfach eine solche Sitzung abbrechen. Weder beim Kommunizieren mit dem Hexenbrett, oder dem Pendel, noch mit irgendwelchen anderen Hilfsmitteln. Aber fangen wir von vorne an, wie ich eine Sitzung mit dem Hexenbrett ausrichte und beginne und gehen dann weiter zum Ablauf und Ende.
Meistens kommuniziere ich an meinem Altar. Dieser ist mittlerweile groß genug, dass das ohne Probleme funktioniert – zuvor habe ich mich mit dem Hexenbrett immer auf den Fußboden gesetzt. Aber was auch immer ich als Sitzplatz wähle, ich stelle immer Kerzen dazu auf – i.d.R. sind es fünf weiße Kerzen. Und eine Räucherung darf nicht fehlen. Meistens Palo Santo oder weißer Salbei. Mit dem Rauch der Räucherung „umwebe“ ich das Hexenbrett und die Plancette, bevor ich die Räucherung in eine Schale lege und sie nebenbei weiter glimmen lasse.
Anschließend schließe ich meine Augen, versinke im Duft der Räucherung und werde ganz ruhig. Ich lege meine Finger beider Hände auf die Planchette und atme tief durch, einige Male, bis ich einen meditativen Zustand erreiche. Auf diese Weise nehme ich Kontakt zu meinem mir noch unbekannten Gesprächspartner auf. Sodann rufe ich ihn/sie/es in meine Mitte und frage so lange nach deren Anwesenheit bis die Planchette sich rührt und ich eine Antwort erhalte – vor allem die Antwort auf die Frage, ob Anwesende überhaupt mit mir sprechen möchten. Sofern ich eine positive Antwort hierauf erhalte, stelle ich meine Fragen.
Was dann geschieht dürfte wieder geläufig sein. Die Planchette wandert von Buchstabe zu Buchstabe und gibt mir somit Stück für Stück meine Antworten zu erkennen.

Wenn ich soweit mit meiner Fragestellung fertig bin, beende ich die Sitzung. Ich bedanke und verabschiede mich. Das Ende der Sitzung wird mir sodann von meinem Gesprächspartner bestätigt, in dem die Planchette zum Wort „Ende“ gleitet. Das ist dann auch der Moment, in dem ich die Finger von der Planchette nehmen kann.
Aber damit ist die Sache für mich noch nicht beendet. Ich gehe immer gerne abschließend auf Nummer Sicher und nehme mir erneut eine Räucherung zur Reinigung. Erst dann räume ich alles an seinen Platz und mache die Kerzen aus.
Ich muss sagen, seitdem ich es „richtig“ mache und nicht so wie damals mit meiner Motivation als ich 13 Jahre war, ist mir nichts Negatives mehr in dieser Hinsicht passiert.
Und jetzt seid ihr wieder gefragt: besitzt ihr auch ein Ouija-Brett? Wenn ja, was habt ihr so für Erfahrungen damit gemacht? Und wie geht ihr bei der Durchführung vor? Ich freue mich über einen regen Austausch, bis dahin euch noch einen schönen Abend,
eure
