(altirisch: Tír na n-Oc „Land der ewigen Jugend“)
.. ist einer der bekanntesten mystischen Orte der Anderswelt in der irisch-keltischen Mythologie.
Wie bereits in meinem Beitrag über die Anderswelt ausgeführt, ist diese ja im Grunde nichts anderes als das Jenseits. So ist auch Tír na nÓg das irische Pendant zum germanischen Walhall, dem griechisch-römischen Elysion und der Unterwelt, dem christlichen Himmel und Hölle usw.
Aber auch mit anderen mystischen Orten Irlands ist Tìr na nÓg vergleichbar – wie z.B Mag Mell und Emain Ablach. Zudem trägt Tìr na nÓg in der irischen Mythologie noch viele weitere Namen:
⇾Oilean na mBeo – Insel der Lebenden,
⇾Tír na mBuadha – Land der Tugenden,
⇾Hy na Beatha – Insel des Lebens,
⇾Tír na mBeo – Land der Lebenden,
⇾Hy Breasil, das „Land Bresals“,
⇾Land der Verheißung.
Laut der bekanntesten Beschreibung soll Tìr na nÓg im Westen Irlands liegen. Doch genau wie bei der der Anderswelt (bzw. eigentlich wohl der vielen verschiedenen einzelnen Anderswelten) schwankt die Lokalisierung von Tír na nÓg von Quelle zu Quelle.
Gemäß der irischen Mythologie befinden sich die verschiedenen Orte auf Inseln im fernen Westen ebenso wie auf küstennahen Inseln, in Hügeln (meist vorgeschichtlichen Grabhügeln), unter der Meeresoberfläche oder aber auch auf dem Grund von Binnengewässern.

Zudem erzählt Tìr na nÓg von einer sagenhaften Erzählung um Oisín, einem Sterblichen, der dort lebte und einer Elfenfrau namens Niamh. Tír na nÓg galt als ein Ort, der nur durch eine beschwerliche Reise oder eine Einladung von einem seiner Bewohner erreicht werden konnte. In Oisíns Fall war es die Elfenfrau Niamh. Die beiden liebten einander, so dass sie ihn als seine Begleitung dorthin brachte. Sie reisten zusammen auf einem magischen Pferd, welches vermochte auf dem Wasser zu laufen. Gemeinsam hatten sie einen Sohn: den Sagenheld Oscar
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Verliert nie den Blick für das Verborgene, ihr Lieben, seht mit dem Geist und dem Herzen, dann erblickt ihr hier und da den Eingang in wundervolle Welten – blessed be und bis zum nächsten Mal, eure
