Feenmagie, Mythologie

Über Feen ༄

Feen sind nach keltischer Volkssage geisterhafte, mit höheren Kräften begabte Fabelwesen – aber auch im Romanischen sind solche Sagen beheimatet. Feen können sowohl weiblich als auch männlich sein, allerdings tauchen sie in der Literatur meist nur in weiblicher Form auf.

Der Begriff „Fee“, den wir bis heute kennen und gebrauchen, leitet sich von dem französischen „Fée“ ab. Dieser wiederum geht ursprünglich zurück bis zu den Römern, bei denen es „Fata“ hieß – und Fata sind deren Schicksalsgöttinnen.

Die Feen sind zudem mythologisch mit den weißen Frauen und den Nornen verwandt.
In der deutschen, mittelalterlichen Poesie tauchen sie unter dem Namen „Feien“ oder „Feinen“ auf. Im Inselkeltischen sind sie als „Sidhe“ und im Slawischen als „Wilen“ bekannt.

In der keltischen Volkssage werden Feen als solche namentlich erwähnt und gelten dort u.a. als weibliche Elementargeister, die in Wäldern, in Felsengrotten, an Quellen und Gewässern leben. Sie lieben es zu tanzen und oftmals werden ihre Spuren von Sterblichen in den „Cercles des Fées“ (Feenringe) entdeckt.

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Feen werden in so ziemlich sämtlichen Überlieferungen als besonders schön, niemals alternd und stets frohen Gemüts dargestellt. Darüber hinaus gelten sie als glückbringend. Sie bringen Gutes in unsere Welt und verkörpern schier das Gute in ihrem Wesen.

Bei dem Thema „Feen“ drängt sich oftmals auch eine nahezu grundlegende Frage auf:

Feen & Elfen – gibt es da einen Unterschied ?! 

Die Antwort hierauf lautet ganz klar: Ja! Elfen und Feen sind nicht das Eine wie das Andere. Worin genau der Unterschied liegt, da scheiden sich teilweise die Geister – trotzdem möchte ich mich gerne daran versuchen, diese Frage unter allen Aspekten und mit allem worin ich mich belesen habe zu beantworten.

Zu allererst liegt der Unterschied zwischen Feen und Elfen in deren Herkunft. Oben hatte ich ja bereits ausgeführt, dass Feen aus der keltischen Mythologie stammen. Elfen hingegen haben ihren Ursprung in der nordischen Mythologie und sind hier auch unter dem Namen „Alben“ bekannt.

In der Snorra-Edda finden sie häufig neben den Asen Erwähnung und werden in Licht- und Schwarzalben unterschieden. Überwiegend treten sie hier positiv in Erscheinung, ganz anders als zum späteren Mittelalter, wo die Alben als Inbegriff der Angst galten – sei es als nächtlicher Unhold (z. B. Nachtalb) oder Dämon (z. B. Succubus). Auf jeden Fall aber das pure Gegenteil einer Fee, welche ja als glückbringend, stets heiter und Inbegriff des Guten gilt.

Die zuvor erwähnte negative Vorstellung der Elfen bzw. Alben wurde durch modernere Literatur allerdings wieder in ein positives Licht gerückt. Aber mal abgesehen davon wurden später auch in Literatur und Dichtung „böse“ Varianten von Feen erschaffen – das ist wohl die berühmte künstlerische Freiheit, welche aber wiederum bestimmt nicht ganz unschuldig an der Identitätsverwirrung dieser beiden Wesen ist. Aber wie dem auch sei.. All diese Dinge sind soweit aber schlüssig überliefert, weshalb ich nun gerne zu dem Teil kommen möchte, wo die Uneinigkeiten über die Unterschiede von Elfen und Feen herrschen – und zwar: Welches dieser Wesen sind die mit den Flügeln? Ich denke die Meisten von uns kennen natürlich die treue Fee Peter Pans „Tinkerbell“. Sehr klein und mit Flügeln ausgestattet. Das ist wohl das Sinnbild einer Fee, oder?! Es sind die kleinen Wesen mit den Flügeln. Tatsächlich habe ich einige Berichte und Bücher gewälzt und stieß überwiegend auf die Ausführung, dass es andersherum sei. Aber wie gesagt, da scheiden sich die Geister. Ich persönlich bin aber der Überzeugung: Feen sind jene kleinen Wesen mit den Flügeln und Elfen die hochgewachsenen, anmutigen Wesen ohne Flügel. Meine Überzeugung stütze ich auf Überlieferungen der nordischen Mythologie, in welcher die Alben durch ihre Eigenschaften (z.B. Unsterblichkeit, überragende Intelligenz und physische sowie psychische Überlegenheit) als „bessere Menschen“ bezeichnet werden. Diese Quellen wiederum führen mich zu J. R. R. Tolkien, der nicht nur „Der Herr der Ringe“ erschuf, sondern sich zudem als Professor in Oxford mit sämtlichen Mythologien auseinandersetzte und ein umfassendes Essay über dieses Thema schrieb.

Schon damals empfand er die aufkommende Vorstellung von Elfen als winzige, blumenbewohnende, gar geflügelte, feenähnliche Wesen als unangebrachte Verniedlichung, denn vor dem Hintergrund der nordischen Mythologie schien ihm das ganz und gar nicht stimmig.

Ich möchte dieser Auffassung gerne folgen, einfach weil es mir stimmig erscheint. Beide Wesen haben im Laufe der Zeit und durch so viele Erzählungen ihr Wesen immerzu wandeln müssen, dass es wohl nicht ausbleibt, dass nun beide Vorstellungen gängig erscheinen. Aber ich denke, das ist so schon in Ordnung – denn so oder so bleiben sie ein Mysterium.

Ich hoffe dieser Beitrag hat euch gefallen, bleibt magisch, meine Lieben und bis zum nächsten Male, eure

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3 Gedanken zu „Über Feen ༄“

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