Hexenwerk, Natur-/ Spiritualität

Hexen heute…

Wenn ich in meinem Bekannten-, Freundes- oder Familienkreis davon spreche, dass ich eine eine Hexe bin, kommt immer mal die Nachfrage, was das eigentlich bedeutet eine Hexe zu sein. Oftmals habe ich zuvor bereits klar gestellt, dass man sich das nicht wie in Märchenerzählungen etc. vorstellen darf. Eine Hexe zu sein bedeutet u.a. für mich, nach dem alten Glauben und alten Wissen, mit den alten Göttern und der Magie, im Einklang mit der Natur und dem Mond, dem Geistlichen und mit spirituellen Einflüssen zu leben.

Manchmal kommt hieran die Frage, was denn dann Hexen früher gewesen wären. Darauf antworte ich: Früher waren Hexen und Hexer u. a. Menschen, die ihrer Zeit weit voraus waren und aus Angst vor dem Teufel und dem Unbekannten diesen „Titel“ erhielten oder eben arme Seelen, die anders waren als die Anderen und daher gute Sündenböcke für haltlose Anschuldigungen darstellten oder nicht sonderlich beliebt bei der Nachbarschaft waren und diese einen los werden wollten.

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Das sei aber nur kurz angeschnitten. In diesem Beitrag soll es sich nicht um das damalige Hexenverständnis drehen – das verdient eher einen eigenen Beitrag. Vielmehr geht es in diesem Beitrag um die Hexen von heute und deren Definition.

In dem Buch „Die gantze Wahrheyt von den Hexen und deren Zaubereyn“ von Claus und Jörg-Wolf Krämer werden in dem Kapitel „Hexen heute“ die heutigen Hexen oder das heutige Hexen-Dasein ernsthaft unter die Lupe genommen und dargelegt. Ein paar der dort getroffenen Aussagen regten mich zum Nachdenken an und eine bestimmte Frage ging mir durch den Kopf. Bevor ich darauf näher eingehe, möchte ich ein paar der Ausführungen mit euch teilen:

Auszug aus dem Kapitel Hexen heute, Seite 138 – „Die gantze Wahrheyt von den Hexen und deren Zaubereyn“:

Die Umwandlung des Hexenbildes ins Positive geschah hauptsächlich in den siebziger Jahren des 20. Jahrhunderts. Die damalige feministische Bewegung gab den Hexen ein neues Image.

Während in Mitteleuropa der Feminismus und der Kampf um und für mehr Rechte der Frauen im Mittelpunkt standen und das Hexenwesen mehr oder weniger eine äußere Form war, hatte sich in England schon viel früher ein neuer Hexenglauben entwickelt.

Die Epoche der Romantik im 19. Jahrhundert hatte bei vielen Menschen großes Interesse an den vorchristlichen Kulturen in Europa geweckt. Eine Rolle spielte dabei dabei auch die Kunst. Vor allem die Bilder der Präraffaeliten, die in England zu jener Zeit sehr populär waren, beschäftigten sich mit der Hexen-, Zauberer- und Mythologiethematik und machten die Betrachter neugierig.

Auszug aus dem Kapitel Hexen heute, Seite 139 – „Die gantze Wahrheyt von den Hexen und deren Zaubereyn“:

Großen Wert wird darauf gelegt, aus dem eigenen Leben Erkenntnisse zu ziehen und zu einer inneren Transformation zu gelangen.

Tatsächlich ist das zuvor genannte eine meiner größten Motivationen. Das Streben nach der inneren Transformation. Ich liebe es meinen Horizont zu erweitern und mich weiter zu entwickeln. Es ist für mich Teil des Großen und Ganzen.

Auszug aus dem Kapitel Hexen heute, Seite 144 – „Die gantze Wahrheyt von den Hexen und deren Zaubereyn“:

Die freifliegenden Hexen haben eher einen starken Bezug zur Natur. Sie fühlen meistens eine persönliche Verbindung zum keltischen oder germanischen Erbe. In ihren Augen galt der Vernichtungsfeldzug der historischen Hexenverfolgung nicht unbedingt dem Weiblichen, sondern dem alten Wissen der weisen Frauen. Feminismus spielt für sie kaum oder nur untergeordnet eine Rolle, wohl aber Magie, die positiv angewendet werden soll.

Diese Aussage finde ich sehr interessant. Dem gegenüber wird die Wicca-Bewegung gestellt, die – lt. der Schriftsteller – mehr den Feminismus in den Vordergrund stellen. Ich weiß, Ausnahmen bestimmen die Regel und natürlich trifft diese Aussage sicherlich nicht alle Hexen welchen „Weges“ auch immer zu. Ich denke in jedem schlummert eine kleine Feministin – aber tatsächlich kann ich mich als freifliegende Hexe sehr mit der obigen Ausführung identifizieren.

Die Buchauszüge sollten aber nur eine kleine Anregung und Stütze für mein eigentliches Ansinnen sein – denn wie gesagt, verfiel ich ins Nachdenken beim Lesen jener Zeilen. Nämlich dachte ich darüber nach, dass sicherlich jeder das Hexe-Sein für sich nochmal anders definiert – und darum geht es mir eigentlich hiermit. Wir sind alle anders, so facettenreich.

Meine Definition eine Hexe zu sein, kennt ihr nun. Was bedeutet es für euch eine Hexe zu sein?

Bleibt magisch, meine Lieben und bis zum nächsten Mal, eure

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