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Ich bin eine alte Seele.
Woher ich das weiß? Angefangen hat alles mit dem Gefühl in dieser Welt, in dieser Zeit nicht zu Hause zu sein. Ich habe mit den Jahren zunehmend gemerkt, dass ich mich mit dem Mind-Set und der ganzen Mentalität der Menschen nicht identifizieren und mich dem auch nicht einfügen kann. Bei einem Gespräch mit meiner lieben Seelenschwester Stephanie (@dunkelbuntes.nachtschwarz) erzählte sie mir, dass es ihr ebenso geht und das dies wahrscheinlich darauf hindeutet, dass ich eine alte Seele bin, die irgendwo, irgendwann schonmal gelebt hat. Wahrscheinlich ist diese Tatsache auch ein Grund für meine seit Kindheit an ungebrochene Irland- und Schottland-Liebe, obwohl ich noch nie dort gewesen bin – außer in Irland erstmals in 2009. Die Vermutung liegt nahe, dass ich Bezüge zu diesen Ländern aus alten Leben habe…
Solltet ihr euch also ähnlich fühlen und ähnliche „Eigenarten“ aufweisen, horcht in euch hinein und geht diesen Gefühlen nach. Vielleicht lauert ebenfalls eine alte Seele in euch.
Das Thema Reinkarnation begeistert mich schon lange und ich glaube fest daran, dass unsere Seelen schon mehrere Leben durchlebt haben und immer einen Teil ins das Nächste mit sich führen. Umso mehr ich mich damit auseinandersetzte, umso mehr erwuchs der Wunsch mehr über mich bzw. meine Seele erfahren zu wollen. Was waren diese Leben? Wer war ich? Wer bin ich? Wer oder was steckt in mir?
Seelenreise
Vor einiger Zeit hatte ich mich selbst mit Hilfe eines Rituals und einer Meditation an einer Seelenreise versucht. Ich gelangte in einen Wach-Trance-Zustand und begann Schatten zu sehen, die Umrisse von Gesichtern formten – ohne das ich diese aber klar erkennen konnte. Doch umso deutlicher hörte ich Stimmen. Stimmen die in einer Sprache zu mir redeten, die ich nicht kannte.
Nach ein paar Minuten vernahm ich lautes Getummel im Hintergrund. Kampfeslärm könnte es gewesen sein. Die Stimmen wurden sodann immer lauter bis ich eine Stimme klar neben mir hörte und sie mir ein Wort direkt ins Ohr sprach: Cruithne.
Dem folgte am 07. April 2020 eine Meditation von meiner wundervollen Seelenschwester Jessica (@seelensteinmagie). Ich wusste nicht was mich erwartet – und das war auch gut so. Die Meditation hatte das Thema „verborgene Kraft“.
In dieser Meditation befand ich mich zuerst in einem hell erleuchteten, strahlenden Wald, ehe mich meine Seelenschwester schier an die Hand nahm und mich ins Dunkel führte. Es war nichts um mich herum. Nur Schwärze. Lediglich vor mir erhob sich ein großes Tor. Über 5 Meter hoch und aus massivem Stein. Symbole und Runen waren in den Stein gemeißelt.
Und plötzlich öffnete sich das Tor.
Eine Landschaft wurde vor mir sichtbar In der Ferne erstreckten sich Berge und Hügel und weite gründe Ebenen, Wälder. Es musste gerade Ende des Winters sein, denn sah ich vereinzelte schneebedeckte Flächen in den Weiten des vielen Grüns.
Und dann sah ich diese Gestalt vor mir. Wie in Spiegelbild stand sie vor mir im Tor und sah mich an. Sie hielt einen hohen Gehstab in den Händen. Die Kleidung sah schwer aus – sicherlich um vor der Kälte zu schützen. Ich irgendwie wusste ich, dass ich das bin. Allerdings konnte ich sie bzw. mich nicht richtig erkennen, da sie im Schatten stand.
Sodann setzten erneut diese Stimmen ein, die ich schon einmal gehört hatte. Wir beide hörten sie. Mein Ich von damals reagierte sogleich auf diese und wandte sich ihnen zu, ehe ich das Tor verließ und die Meditation ein Ende fand.
Es war unglaublich – und es ist unbeschreiblich welche Emotionen dies in einem auslöst. Und es warf Fragen auf. Erneut so viele Fragen..
Rückführung
Am 25. April 2020 führte meine Seelenschwester Jessica dann eine Rückführung mit mir durch. Vorab erzählte ich ihr auch von diesen vorangegangenen Ereignissen und dass ich gerne tiefer dort hinein gehen würde. So viele Erkenntnisse, so viele Bilder hätten erscheinen können. Aber ich kam tatsächlich an diesen Ort zurück – und davon möchte ich euch gerne erzählen.
Schottland, 1342
Ich stehe auf einer Wiese und schaue von einem Hügel aus in die Weite. Bergige Landschaften, noch mehr Hügel – und noch mehr grüne Weiten. Der Wind ist recht kühl. Hier und da sehe ich noch schneebedeckte Flächen auf den Wiesen. Das Ende des Winters. Ich schaue hinunter auf meine Füße. Ich trage schwere Lederschuhe, die meine Füße vor der Kälte schützen. Sodann betrachte ich meine Hände. In meiner rechten Hand halte ich einen hohen Gehstab. Meine Handgelenke sind voller Bänder und meine Hände mit Symbolen in schwarz, weiß und blau bemalt. Mein Blick richtet sich sodann wieder auf meine Umgebung. Rechts von mir erblicke ich einen Nadelwald. In seiner Richtung höre ich kleinen Fluss.
Ich gehe diesem Geräusch nach. Meine Schritte sind leicht und zielstrebig.
Mit jenem sicheren Schrittes nähere ich mich dem Wald, doch ich betrete ihn nicht. Ich folge seinem Saumen bis zu der Stelle, an der der Fluss aus dem Wald heraustritt – und folge diesem. Er führt vom Hügel hinunter auf eine Plattform. Ich erblicke einen Steinkreis und gehe auf diesen zu. Ich betrete ihn. Ich kenne diesen Ort. Ich weiß, dass ich öfters dort bin. Mein Lehrer hat ihn mir gezeigt. Er war ein weiser Mann, der nun schon seit einigen Jahren nicht mehr unter uns weilt. Er hat mir viel beigebracht und brachte mich oft hierher, um mich in den Geheimnissen und Lehren unseres Urvolkes einzuweihen.
Ich gehe in dem Steinkreis umher, berühre die uralten, mit Symbolen gezeichneten Steine – und spüre eine starke Energie.
Jessica leitete mich bis zu diesem Punkt und fragte mich, ob ich eine Botschaft für mich hätte. Ich blickte auf meine Hände und sah Orakelknochen, die ich einem Lederbeutel entnahm, der an meinem Gürtel hing. Ich warf sie. Es verging ein Augenblick, bis ich die Botschaft deuten konnte, doch dann wurde sie klar:
„Nehme dich in Acht vor jenen, die dich bedrohen und von deinem Weg abbringen wollen. Bleib deinem Pfad treu.“
Wir sind in Gefahr. Ich und mein zu Hause. Das Dorf liegt noch weiter unterhalb der Hügel auf denen ich gerade wandel. Ich steige diese hinab und erblicke bereits die Dächer der Häuser.
Ich bin eine Seherin, Fährtenleserin und werde von dem Clanführer des Dorfes um Rat gebeten. Ich habe drei Schüler, denen ich mein Wissen weitergebe und sichere somit die nächste Generation.
Ich weiß, unser zu Hause wird bedroht von jenen die uns vertreiben und alles an sich reißen wollen. Die Männer des Dorfes diskutieren über das hin und wieder eines offenen Kampfes. Wir sprechen walisisch – oder etwas, was ähnlich klingt. Sie fragen mich, nach meiner Sicht der Dinge. Ich sage ihnen, dass ich es für richtig halte unser zu Hause und alles was wir sind nicht aufzugeben. Das wir ihnen die Stirn bieten müssen.
Und das taten sie.
Als nächstes sah ich, wie unser Dorf in Flammen stand. Wir flohen mit allem was wir noch besaßen über die Ebenen, suchten Schutz in den Highlands und siedelten in einem Tal in der Nähe eines kleinen Sees neu an.
Wir sind sehr wenige geworden. Zwei von meinen drei Schülern fehlen. Sie haben es nicht geschafft. Tränen laufen meine Wangen herab (wahrhaftig, nicht nur in dieser Vision). Ich fühle mich schuldig, weil ich sie nicht vor dem Tod bewahren konnte.
Ein Zeitsprung.
Der Dorf hat sich wieder vergrößert. Alles ist friedlich und im Gleichgewicht. Ich habe mich in eine Hütte um Wald auf der anderen Seite des Sees zurückgezogen. Mit meinen Schülern – nunmehr sind es fünf – stelle ich Schriften zusammen und lehre sie, was mir einst gelehrt wurde.
Von meinem Lehrmeister hatte ich seinerzeit ein Buch bekommen. Ein Blattwerksammlung. In ihr befindet sich unsere Geschichte. Die Römer nannten uns Pikten, vor langer langer Zeit, da ihnen unsere Körperbemalung befremdlich war. Wir sind Cruithne. Ein fast vergessenes Volk – doch wir bewahren unsere Geschichte.
Dann kam ich zurück.

Es war eine unglaubliche Erfahrung. Mit gezielten Fragen ging Jessi mit mir immer tiefer in dieses Leben. Viele Details aus diesem Erlebnis deckte sie mit jenen auf. Falls ihr wissen möchtet, wir genau das funktioniert, schaut mal auf ihrer Homepage seelensteinmagie.de vorbei. Da bekommt ihr ganz viele Informationen.
Nach unserer Rückführung recherchierte ich im Internet. Die Pikten galten bereits ca. 500 Jahre vor dem Jahr in dem ich mich befand als ausgelöscht. Insofern scheint es stimmig, dass wir versuchten das Wissen um jene Kultur zu bewahren. Da heute aber sehr, sehr wenig über dieses Volk bekannt ist, scheint dieses Vorhaben an irgendwas gescheitert zu sein.
Bei ihnen, die unser Dorf zerstörten und uns vertrieben, schien es sich um die Engländer gehandelt zu haben, denn befinden wir uns im Jahre 1342 in Schottland mitten im zweiten Unabhängigkeitskrieg.
Ich muss wirklich sagen, diese Rückführung hat etwas in mir verändert. Sehr positiv verändert und ich genieße dieses Gefühl. Ich fühle mich wohl und spüre diese (neu-) gewonnene Kraft in mir. Ich werde die weitere Entwicklung auf jeden Fall genau beobachten und mich damit auseinandersetzen – und dann werdet ihr bestimmt nochmal in dieser Hinsicht von mir lesen.
Bleibt magisch, meine Lieben und bis zum nächsten Mal, eure

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